Wovon ich ausgehe

Und wo ich zu denken ansetze. Irgendwo auf der Strecke zwischen absoluter und relativer Wirklichkeit beginne ich mit meinen philosophischen Überlegungen. Natürlich will ich dabei so nah wie möglich an das Absolute zu kommen; nur weiß ich eben, dass ich da wahrscheinlich nie ankommen werde. Vielleicht wenn ich gestorben bin? Nur wie werde ich da denken?

Aber egal. Es beginnt damit, dass ich mich auf andere beziehe, etwa die Quantenmechaniker. Die haben ja etwas erkannt, was nicht von der Hand zu weisen ist, nämlich, dass sich mit „137“ viele stimmige Antworten finden lassen, man aber nicht weiß, was 137 bedeutet. Denn es ist eine wahrlich magische Zahl, die keine ganze Zahl im mathematischen Sinne ist, sondern einen physikalischen Wert beschreibt.

Glückwunsch, wer das versteht oder sich vorstellen kann. Also ich tue mir da schwer. Nur bedeutet das nicht, dass ich das jetzt beiseite lege und die weiteren Überlegungen den Physikern überlasse, sondern ich nehme dieses Mysterium als gegeben an und baue darauf meine mehr oder weniger philosophischen Gedanken auf.

Ich käme also nie auf die Idee, „137“ verstehen zu wollen, aber ich lasse sie auch nicht außer acht, ignoriere sie nicht, sondern beziehe sie in meine Überlegungen ein, wenn ich über die Welt – und mich – nachdenke. Dabei bin ich bereit das Risiko einzugehen, dass mir irgendwann jemand sagt und das auch auch noch belegen kann, dass es doch ganz anders ist und man etwas übersehen habe.

Aber ist das nicht immer mein (Lebens-) Risiko, dass ich ja nur auf dem aktuellen Wissen aufbauen kann, über das die Menschheit verfügt? Niemand kann alles wissen, auch der Papst nicht, auch wenn die manchmal so tun. Jedenfalls sollte ich nie damit aufhören, auf andere zu hören, die sich um ein spezielles Thema kümmern – wissenschaftlich kümmern – und deren Ergebnisse zur Grundlage meiner philosophischen Untersuchung – und nicht etwa Überlegungen – zu machen.