Wo anfangen?

Wenn man mit etwas anfangen will, etwa einen Kuchen backen oder ein Bild malen, dann macht man das immer selbst. Und auch wenn man einen Kuchen oder ein Bild doch lieber kauft, muss man sich selbst in Bewegung setzen. Mindestens muss man jemandem die Anweisung geben, es zu tun.

Also irgend etwas muss man selbst tun. Sonst kann es passieren, dass man sehr, sehr lange warten muss. Genau genommen bis man stirbt. Auch wenn ich nur darüber rede, wie man einen Kuchen backt oder ein Bild malt, wird es weder einen Kuchen noch ein Bild geben. Und meine Lust auf Kuchen und die Freude an dem schönen Bild wird nur scheinbar größer oder zufriedengestellt, tatsächlich wird nur mein Frust darüber größer, dass ich weder Kuchen noch Bild bekomme.

Das ist so, wie wenn ich Zuhause säße und nichts tue, außer mich zu beklagen, dass ich niemanden kennen lerne, aber eben nichts unternehme, um jemanden kennen zu lernen. Da wird einfach nichts draus, nur meine Stimmung wird immer schlechter.

Und nicht anders ist es, wenn ich über Dinge spreche, die ich nicht wenigstens indirekt aktiv beeinflussen kann oder auch will. Früher hat man Kindern immer beigebracht, sie sollen nicht über sich sprechen. Das sei egoistisch. Ganz falsch! Man soll immer nur über das sprechen, was man tut.

Rege ich mich über meine Arbeitsbedingungen auf, dann muss ich etwas tun, damit es besser läuft. Im Zweifelsfall mit dem nächsten Zuständigen reden. Fehlt mir dazu der Mut, dann habe ich ein ernstes Problem.

Also nicht jammern, sondern etwas tun! Und zwar konkret! Und immer schön von sich sprechen!