Unterweisung

Wie kann man jemandem etwas vermitteln, das er nicht kennt? Einfache Antwort: Gar nicht.

Denn was er nicht kennt, kann er auch nicht denken. Vermitteln also kann man es nicht, denn wie sollte er es verstehen können, ohne es zu denken?. Doch er kann Wissen haben wollen, was voraussetzt, dass er sich seines Unwissens bewusst ist.

Wissenschaftler entdecken Neues, weil sie das, was sie interessiert, untersuchen. Dabei gehen sie davon aus, etwas nicht zu wissen, sie stehen also an der Grenze ihres Wissens und blicken ins Unbekannte. Sie gehen auch nicht nicht davon aus, dass sie etwas Neues entwickeln, auch nicht, dass sie das Vorhandene besser erkennen können, sondern dass sie es überhaupt sehen und erkennen! 

Einstein hat Phänomene erkannt, die er dann mit der Relativitätstheorie beschrieben hat. Mehr nicht. Diese Phänomene waren aber schon immer da. Wer etwas untersucht, der will erkennen, will verstehen, will über sein bisheriges Wissen hinauskommen.

Doch viele Menschen sind Gläubige. Sie hoffen, dass irgend jemand kommt und sie erlöst. Sie sitzen da und hoffen auf das, was da kommt. Sie sind und bleiben abhängig von anderen, sie werden nie frei sein.

Die Bedeutung von vermitteln ist deutlich machen, in Zusammenhang bringen, verhelfen, bereinigen, ausdrücken, etc. . Untersuchen hingegen bedeutet ergründen, recherchieren, entschleiern, prüfend betrachten, sich auseinander zu setzen mit, etc. . Eine ganz andere Herangehensweise. Ich bin für untersuchen. Definitiv. Ich denke nämlich für mein Leben gerne selbst.

Das hat sehr viel mit „Unterweisung“ zu tun. Entweder, man will etwas vermitteln. Klassisches Über- Unterordnungsverhältnis. Oder man will die Informationen transportieren, die für das eigenständige Untersuchen gebraucht werden, etwa Faktenwissen.