Selbstorganisation

Hinter diesem Begriff verbirgt sich weit mehr, als wir gemeinhin glauben. Was Organisation ist, das ist klar. Doch was das „Selbst“ ist, darüber gibt es eine Menge irrige Ansichten.

Das Selbst ist kein aus sich heraus existierendes Etwas, auch wenn ich es anders wahrnehmen mag. Das, was ich als „mein“ Selbst ansehe ist nichts anderes als die Summe meiner Empfindungen, Eindrücke und all dessen, was ich in meinem Leben erfahren habe.

Letztlich ist mein Selbst nichts anderes als das Verständnis dessen, was ich erlebt habe. Nicht das Erlebte ist Fakt, sondern die Schlüsse, die ich daraus ziehe. Und das kann ich ändern.

Der entscheidende Schritt auf dem Weg zu meinem Selbst ist, dass ich mir die damit einhergehenden Bilder zu eigen mache. Doch diese Bilder könnten auch ganz anders sein.

Denn der bewusste Geist, also all das, was mir bewusst ist, erwächst mir aus der Geschichte meiner Lebenssteuerung, also der Art, wie ich mich organisiert habe. Weil aber das Selbstempfinden ein Prozess ist, kann ich es jederzeit auch anders organisieren.

Und weil Innen und Außen identisch sind, brauche ich mich nur im Außen entsprechend zu organisieren um genau so zu zu sein, wie ich zu sein anstrebe.