Die Intention

Meine Intention ist es zu begreifen, was uns Menschen verbindet, was das Gemeinsame ist, das in unserer modernen Gesellschaft zunehmend in Schieflage geraten ist. Oder ist es schon lange so, nur dass wir es aktuell eher wahrnehmen, vielleicht dünnhäutiger geworden sind?

Der Mensch sehnt sich nach Gemeinschaft, aber viele haben Hemmungen, sich auf andere einzulassen. Doch genau das bedeutet Gemeinschaft: Sich einzulassen, ob in der Ehe, in der Freundschaft oder in der Gruppe. Ohne mich jedoch einer Communitas im Geist zugehörig zu fühlen, ohne Gemeinschaft im Geist bleibe ich in der von Erich Fromm beschriebenen Falle des Marketingcharakters verhaftet.

Was auch der Auslöser sein mag, ich muss erkennen, dass die Gesellschaft (nicht die Welt) und ich selbst wie viele Menschen um mich herum auch in genau diesem Marketingcharakter regelrecht gefangen sind. Mal mehr, mal weniger. Doch das zu erkennen heißt noch lange nicht, dieser Falle auch so einfach entkommen zu können. Dazu braucht es definitiv mehr. Es ist erst einmal nicht mehr als der Blick durch das vergitterte Fenster.

Und weil das, was jeder Einzelne tut, Auswirkungen auf alles Existierende hat, schreibe ich darüber. Ich lebe nun einmal nicht auf einer Insel, umgeben von vielen anderen Inseln, auch wenn wir uns so fühlen und das auch glauben mögen.

Die Wirklichkeit ist eine ganz andere, tatsächlich lebe ich wie alle anderen auch auf ein und derselben Insel.