Erst das eigene Verständnis definiert die Wirklichkeit

Und es eröffnet ein Feld des Möglichen. Wenn wir die Wirklichkeit der modernen Physik zu verstehen beginnen und einmal unterstellen, das unsere persönliche Wirklichkeit auch dieser Wirklichkeit entsprechen könnte, was ja eigentlich nur logisch ist, dann ist das so, als wäre alles völlig anders, alles eine einzige Illusion. Doch es ist nichts anderes. Erst einmal.

Doch wenn wir das einmal weiter denken, dann kommt oft Panik auf. Was uns allzu leicht dazu verleiten kann und wohl auch immer wieder tut, diese Sicht der Wirklichkeit einfach zu ignorieren, statt uns auf all diese Paradoxien gedanklich einzulassen, sie zu Ende denken und das übliche Welt- und damit auch das eigene Selbstbild zunehmend in Frage stellen zu müssen.

Aber der Preis ist verdammt hoch, denn das bedeutet, sich mehr oder weniger sehenden Auges der eigenen potenziellen und bis dahin nicht gekannten  Möglichkeiten zu entledigen beziehungsweise gar nicht erst zu untersuchen und wahrzunehmen. Ein verdammt hoher Preis. 

Wen wundert es da, dass es in einem Vers des Gedichts von 1001er Nacht heißt, dass die Menschen einen tiefen Schlaf schlafen und erst in ihrer Todesstunde erwachen würden. Es ist schon erstaunlich, welche prophetische (?) Sicht in manchen uralten Geschichten steckt.