Anders denken

Anders zu denken heißt, mich anders zu organisieren – und zwar im Außen! Das ist für mich sicht- und erkennbar, ganz im Gegensatz zu meinem Innenleben, meinen Empfindungen und meinem Denken. Also mache ich meine Wohnung, meine Kleidung, meinen PC und so weiter und so fort zu dem Werkzeug, mit dem ich mich letztlich selbst gestalte.

Nach zen-buddhistischer Auffassung können wir die „Wahrheit“ nur durch die direkte und unmittelbare Erfahrung selbst erfassen. Fragen, Nachdenken oder Diskussionen gründen sich dagegen auf sprachliche Begriffe, auf Verstehen und logische Argumentation. 

Allem Wissen, dass auf diese Weise erworben wird, fehlt aber die Unmittelbarkeit des Erlebens, und ohne dieses Erleben wird nicht das ganze Sein angesprochen, ohne dies wird es nicht zur eigenen Erfahrung.

Indem ich mir bewusst werde, dass ich mich durch die Welt um mich herum unmittelbar selbst gestalten kann, kann ich „meine“ Welt ganz bewusst so gestalten, dass sie mich dorthin bringt, wo ich hin möchte.