Was ist zu tun?

Ein Tier oder eine Pflanze lebt in seiner natürlichen Ordnung. Sie leben ganz einfach, sie nehmen das Leben, wie es sich ihnen zeigt. Doch uns Menschen gelingt das nicht, nicht mehr. Wir „gestalten“ die Welt nach unserer Vorstellung. Aber wir wollen auch wissen, warum passiert, was passiert.

In der Natur regelt sich letztlich alles so, als würde eine ordnende Intelligenz eingreifen, vorausgesetzt, der Mensch greift nicht ein. Doch in dem Moment, in dem der Mensch seine übliche Vorstellung von Ordnung realisiert, läuft es aus dem Ruder. Auch Tiere töten einander, aber sie führen keinen Krieg gegeneinander. Und ein Flusspferd käme nie auf die Idee, seine Weidegründe derart abzugrasen, dass sie nicht mehr nachwachsen. Ein Mensch aber schon. Und das tut er tagtäglich.

Nun können wir grundsätzlich davon ausgehen, dass die Erde irgendwann einmal nicht mehr existieren wird, spätestens, wenn die Sonne ausgebrannt ist. Doch wir leben so, als sei uns das egal, dann suchen wir uns eben einen anderen Planeten und ziehen eben um. Natürlich ist das in weiter Ferne, aber vielleicht schaffen wir es auch schon vorher, die Erde für Menschen unbewohnbar zu machen.

Sie kennen vielleicht den Witz: Treffen sich zwei Planeten. Sagt der eine zu dem anderen „Du siehst aber schlecht aus!“Ach, sag nichts,“ erwiderte der, „ich habe Mensch!“ Der andere aber tröstete ihn mit den Worten „Mach dir nichts draus, das hatte ich auch mal, geht vorbei.“ Ist der Mensch eine Krankheit, die die Erde hat?

Ich sehe die Welt ja als einen einzigen Organismus an. Und wenn die Menschheit mittlerweile so etwas wie ein Virus oder schlimmer noch wie ein bösartiger Tumor ist, und danach sieht es gerade wirklich aus, dann stellt sich doch die Frage, wie wir und die Erde wieder gesund werden können. Ganz egoistisch gedacht nicht der Erde wegen, sondern unseretwegen. Denn geht es der Erde gut, geht es uns gut. Geht es ihr aber schlecht, geht es auch uns schlecht.

Doch mit dem Wissen, das uns geholfen hat, uns aus der natürlichen Ordnung regelrecht zu entlassen, können wir auch wieder zurückfinden. Und das ist die Chance, die wir nutzen können. Und auch sollten. Oder auch müssen. Es geht dabei nicht darum, was wir tun müssen oder tun können, sondern einfach darum, was wir tun und wie wir denken. Doch letztlich geht es auch nicht um das, was wir tun, sondern es geht um das, was ich tue. Und für mich heißt das ganz praktisch erst einmal korrekt zu denken, denn nur dann kann ich auch korrekt handeln.