Form oder Inhalt

Wer gewinnt? Gute Frage, oder nicht? Obwohl es eigentlich schon die Worte sagen. Der Inhalt ist das, was ich letztlich bekomme, aber die Form formt eben die Materie oder was auch immer und definiert letztlich den Inhalt. 

Übertrage ich das auf eine Beziehung, dann sehe ich, dass das, was ich erlebe, nicht das Eigentliche ist, es ist nur das Ergebnis, das Resultat. Bin ich mit dem aber nicht zufrieden, dann sollte ich mir wohl Gedanken über die Form machen, damit nicht der selbe oder gleiche Inhalt wieder entsteht.

Das Verhalten des einen wie des anderen Partners einer Beziehung ist letztlich Inhalt, die Form ist der Prozess, zu dem beide Partner beitragen. Will ich also andere Inhalte, dann spreche ich sinnvollerweise nicht über das Verhalten des Einzelnen, sondern über die gestaltende Form, also den Prozess.

Das beginnt mit der vertrackten Frage, was ich denn überhaupt will. Ist das klar, dann kann ich schauen, wie kompatibel das mit den Erwartungen meines Gegenübers an die Beziehung ist. Die Form ergibt sich dann meist ganz von alleine, sie liegt sozusagen auf der Hand.

Und der Inhalt selbst ist dann nur noch eine zwangsläufige Folge. Leider auch, wenn die beiden Ansichten darüber, wie die Beziehung sein sollte, nicht miteinander kompatibel sind.