Wie kommt der Geist in die Materie?

Dank wissenschaftlicher Erkenntnis brauchen wir da keine umständlichen Konstrukte mehr. Es hat sich nämlich gezeigt, dass Geist und Materie nichts voneinander Verschiedenes sind, wie Mai Thi Nguyen-Kim sagt:

„Noch im 19. Jahrhundert waren Wissenschaftler davon überzeugt, dass es eine Art spirituelle Lebenskraft braucht, um organische Moleküle und Stoffe herzustellen, eine Kraft, die eben nur lebende Organismen haben.

Doch 1928 wendete sich das Blatt: Der deutsche Chemiker Friedrich Wöhler hatte es irgendwie im Urin. Wöhler gelang es, eine Substanz im Labor herzustellen, die man bis dahin nur aus der Welt des Lebens kannte.“

Er hatte es hinbekommen etwas zu erzeugen, was vermeintlich nur der Schöpfung gelingen kann: Er erzeugte Harnstoff. Er hat die giftigen Stoffe Blausäure und Ammoniak zusammengebracht und dabei etwas ganz Organisches bekommen, eben Harnstoff.

Damit ist, jedenfalls für mich, die Frage geklärt, wie der Geist in die Materie kam oder kommt: Gar nicht, denn die Materie ist nichts anderes als sozusagen geronnener Geist.

Wenn jetzt der Geist in unser Denken etwas flüssig würde, dann wäre alles super.