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Wer denkt, wenn ich denke?

Ganz klar, das sind scheinbar Atome. Weshalb? Ich bestehe wie jedes Tier, jede Pflanze und jeder Stein aus Atomen. Zwar unterschiedlich angeordnet und organisiert, aber vom Prinzip her identisch.

Nehme ich für mich in Anspruch, intelligent zu sein, dann ist jedes meiner Atome intelligent. Ist nicht von der Hand zu weisen. Und von Oktopoden wissen wir, dass sie hochintelligent sind – und das ganz ohne Gehirn.

Ja, wenn man einmal das eigene Ego ausgeschaltet bekommt, ist dieses Universum absolut faszinierend. Und so herrlich unverständlich. Eigentlich nicht, nur wenn wir es in unseren üblichen Kategorien katalogisieren wollen.

Der Witz ist ja, weshalb die Atome nur dann etwas machen, also denken, wenn kein anderes Atom etwas von ihnen will. Keine Ahnung, wie das zusammengeht, aber es ist so. Solange ich etwas von mir will, mache ich es demnach nicht.

Wissenschaftler sagen dazu Selbstorganisation. Das bedeutet, dass sich mein System, also ich, ganz ohne äußeres Zutun spontan selbst ausrichtet und sich etwas Neues einfallen lässt, aber nur, wenn ich das nicht will. Ganz schön komplex. Doch solange ich diesen scheinbaren Widerspruch nicht akzeptiere, bekomme ich ihn nicht aufgelöst.

Das „Ich“ ist übrigens nur ein sprachliches Ich, wenn ich all die 100 Billionen Zellen reden lassen würde, würde ich ja nie fertig werden. Wobei, die Zellen und die Atome, aus denen ich bestehe, die können sich blitzartig miteinander verständigen.

Im ganz normalen Alltag ist so zu denken natürlich extrem aufwendig, man braucht es auch nicht. Nur bevor man einen anderen „Depp“ nennt oder ihn gar bekriegt, aber auch wenn man von sich selbst als von einem real existierenden Etwas ausgeht, dann sollte man schon im Hinterkopf haben, dass es so eben nicht ist.

Wir wissen heute tatsächlich, dass die physische Realität fundamental anders funktioniert, als wir sie uns vorstellen (können). Das ist „eigentlich“ gar nicht besorgniserregend, denn jeder kennt diesen Zustand. Wir nennen ihn Flow. Nur wir gehen in unserem Nachdenken nicht davon aus.

Und genau da machen dann die Zellen beim Denken eine Grätsche. Sie können nämlich nur im Flow „echt“ denken. Doch für uns ist das kein Problem. Wir sehen ja die Konsequenzen dieser gut verborgenen Prozesse.

Rückschlüsse zu ziehen ist erwünscht!

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