Was zu tun ist

Das Einzige, was ich tun kann, ist mich zu ändern. Was muss noch alles geschehen, bis die Menschen mehrheitlich verstehen, dass es einzig um sie selbst geht? Ich verstehe die Klimaaktivsten oder die, die gegen Ausbeutung, Gewalt oder staatliche Willkür demonstrieren. Ja, ich verstehe sie, aber ich bin der festen Überzeugung, dass es nichts bewegen wird.

Eine Nation, seine Gesellschaft oder die Politik kann und wird nichts ändern. Und auch „die“ Wirtschaft wird nichts ändern, denn all das gibt es nicht, existiert nur in den Köpfen der Menschen. Daher können sie nichts ändern und können auch nicht geändert werden, sind sie doch nur ein Spiegel des Denkens der Menschen.

Doch das muss man erst einmal verstehen, dass es eine Nation, seine Gesellschaft oder die Politik nicht wirklich gibt. Aldous Huxley hat es in „Geblendet in Gaza“ sehr gut beschrieben.

Staaten und Nationen existieren als solche nicht. Es sind nur Menschen da, Gruppen von Menschen, die in bestimmten Gebieten wohnen und gewisse Bindungen haben. 

Nationen werden ihre nationale Politik nicht ändern, bevor nicht die Menschen ihre private Politik ändern. Alle Regierungen, sogar die eines Hitlers, eines Stalin, eines Mussolini, sind repräsentativ. 

Das heutige nationale Verhalten ist eine Projektion des heutigen individuellen Verhaltens in großem Maßstab. Oder besser und genauer, eine Projektion in großem Maßstab der geheimen Wünsche und Absichten des Individuums.“

Auch die Wissenschaft hat das erkannt, etwa Heisenberg, Einstein, Schrödinger, Bohm, Bohr oder Pauli, genauso wie Jiddu Krishnamurti oder Mahatma Gandhi und viele andere auch. Die werden zwar von vielen bewundert, aber hören die Menschen ihnen auch wirklich zu?

Was nützt es mir jeden Tag einen neuen Post mit einem spirituellen Gedanken zu erhalten, der mein Herz erfreut (ich meine das definitiv nicht polemisch!) wenn ich nicht ernsthaft darüber nachdenken und stimmt er, mein Leben entsprechend ändern? Mein Leben wirklich zu ändern, mich konsequent anders zu verhalten statt mich meiner Bequemlichkeit hinzugeben?

Die Crux dabei ist, dass es in erster Linie nicht um inhaltliche Dinge geht, sondern um strukturelle Fragen. Solange ich die Struktur meines Denkens nicht ändere, ändert sich nichts, nur scheinbar.