Springe zum Inhalt →

Sprachlosigkeit

Wie kann es sein, dass wir (also ich nicht, aber Quantenphysiker) die Wirkungen der Quantenphysik mit Hilfe der Mathematik sehr präzise vorhersagen, das aber (auch die Quantenphysiker) nicht verstehen können?

Die Quantenwelt ist definitiv nicht beobachtbar. Die „Quantenspieler“ spielen nur, wenn ihnen keiner zuschaut, also niemand etwas Spezifisches wissen will. Sobald jemand zuschaut, machen sie irgendetwas „Normales“.

Berechnet man es aber mit der Mathematik, beobachtet man diese Prozesse nicht, sondern macht sich theoretische Gedanken darüber. Dagegen haben sie nichts.

Wir können jedoch die Konsequenzen wahrnehmen. Und wir können, das ist wichtig, die Bedingungen schaffen, in denen nach den bisherigen Erfahrungen (und eventuell Berechnungen) solche Prozesse passieren.

Ist zwar keine Garantie, aber die Wahrscheinlichkeit steigt garantiert, dass es „passiert“. Was ganz klar bedeutet, dass die Realität so, wie wir uns das bisher vorgestellt haben, nicht abläuft.

Wir sehen immer nur das Ergebnis, nicht den Prozess, was aber nicht bedeutet, dass wir ihn nicht initiieren können. Nur nicht direkt und nicht mit Garantiesiegel.

Wir nehmen ganz selbstverständlich Dinge als von einander getrennt wahr, was sie aber nicht sind. Es ist wirklich an der Zeit, anders zu denken. Nicht umzudenken, sondern ganz anders zu denken.

Das wir die Realität berechnen können, uns aber noch immer nicht darauf verständigen können, was das jetzt bedeutet ist ganz klar der Hinweis darauf, dass wir ganz grundlegend etwas anders machen müssen.

Interessanterweise schlagen sich die Buddhisten seit nunmehr 2500 Jahren mit dem selben „Problem“ herum. Und scheinbar haben sie eine Lösung dafür. Dabei geht es nicht darum, was sie glauben, sondern wie sie sich auf die Welt beziehen.

Das machen sie nämlich meditativ. Und das Gleiche mache ich beispielsweise, wenn ich mich beim Motorradfahren einem Flow nähere. Sich meditativ zu versenken bedeutet ja nicht, bewegungslos herumzusitzen, sondern seine Gedanken im Zaum zu halten. Also nicht über etwas nachdenken.

Stillsitzen sollte man nur für das Nachdenken, aber sonst nicht, vor allem, wenn man etwas tut, dann sollte man weder stillsitzen noch nachdenken.

Veröffentlicht in Blog