Schleierhafte Gerechtigkeit 

Ein wirklich interessanter Gedanke. 1079 fragte sich der Philosoph John Rawls in „Eine Theorie der Gerechtigkeit“, wie eine eine Gesellschaft aussähe, in der jeder einen „Schleier des Unwissens“ über die eigene Person trägt.

Ein wirklich faszinierender Gedanke. Ich glaube, dass wir Menschen von Geburt an ein Empfinden für Gerechtigkeit haben, wie wohl auch Tiere, nur machen es die ohne den Begriff der Gerechtigkeit. Der Begriff Gerechtigkeit ist wohl als Gegenspieler oder Ausgleich für egoistische Selbstbezogenheit entstanden.

Der „Schleier des Unwissens über die eigene Person“ würde den, der aus einer „einflussreichen“ Familie kommt, daran hindern, sich vielleicht überlegen zu fühlen und den, der aus einer nicht einflussreichen Familie kommt, daran hindern, sich unterlegen zu fühlen.

Aber vielleicht würde es ja schon genügen, wenn sich die einen nicht über- und die anderen sich nicht unterlegen fühlten?