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Richtig oder falsch?

Gibt es das jetzt oder nicht? Man liest ja oft, dass es das nicht gäbe. Stimmt auch irgendwie.

Bin ich beispielsweise mit dem Motorrad unterwegs und mache mir Gedanken über das, was in der Kurve richtig oder falsch wäre, mache ich mit ziemlicher Sicherheit das Falsche. Denke ich aber nicht darüber nach, was richtig oder falsch wäre, mache ich meist das Richtige, vorausgesetzt natürlich, ich verfüge über das entsprechende Wissen.

So ist es überhaupt im Leben. Ich muss wissen, was in welcher Situation zu tun ist und dann nicht mehr darüber nachdenken. Das, was „richtig“ ist ,sagt mir meine ethische Haltung. Mehr brauche ich nicht.

Wenn ich etwas Neues gelernt habe, streitet sich das später mit dem Alten herum, wer jetzt Recht hätte. Ich spüre dann nur das innere Hadern, könnte aber nicht sagen, was es genau ist.

Daher lerne ich keine neue Kommunikationsmethode, sondern stelle mich ganz einfach meinen Schattenseiten. Und meinen Ängsten. Dazu muss ich lernen, die Propriozeption im Denken zu aktivieren, um mir bewusst zu sein, wo ich, bildlich gesehen, stehe.

Darum praktiziere ich Meditation, das sagt mir, wo ich bin. Es stärkt meine Bewusstheit immer mehr. Vertiefe ich mich darin und komme beim Tun in einen Flow, verschwindet die Grenze zwischen bewusst und nicht bewusst.

Was bleibt ist reines Bewusstsein. Und da will ich hin.

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