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„Realität“

Was ich annehme und mir vorstelle, bestimmt ganz wesentlich, was ich wahrnehme und damit die Wirklichkeit, die ich erlebe. Das ist mittlerweile nicht mehr zu bestreiten, darin sind sich Wissenschaftler zunehmend einig.

Dabei kommt es überhaupt nicht darauf an, ob die objektive Realität (von der wir bisher ganz selbstverständlich ausgehen) durch meine Bewusstheit gestaltet werden kann oder ob ich durch meine Wahrnehmung meine subjektive Realität gestalte – das kann ich getrost dahingestellt sein lassen, denn im Ergebnis kommt es auf das Gleiche hinaus.

Welche Ansicht bezüglich der Einflussmöglichkeiten ich habe oder nicht, brauche ich nicht weiter zu diskutieren. Kürzlich habe ich ein Interview gelesen, in dem sehr erstaunt festgestellt wurde, dass zwei Forschergruppen zwar sehr ähnliche Resultate bei ihren Versuchen festgestellt hatten, diese jedoch vollkommen gegensätzlich interpretierten.

Wie sagte schon Mahatma Gandhi? „Ein Mensch ist nicht mehr als die Summe seiner Gedanken.“ Solche Gedanken eines Mystikers kann man mittlerweile nicht mehr ernsthaft bestreiten. Doch zwei „Probleme“ tauchen dabei auf. Einmal bedeutet das nicht, dass Mystiker mit allem, was sie sagen, recht hätten, vor allem dann nicht, wenn es sogenannte Berufs-Mystiker sind.

Das andere ist, dass absolut jede meiner Wahrnehmungen subjektiv ist. Das ist definitiv ein wirkliches Problem. Angenommen, ich streite mit meiner Frau darüber wer vergessen hat, etwas zu kaufen und jeder ist der festen Überzeugung, der andere habe gesagt, er würde das erledigen – wer hat dann bitte recht?

Es liegt auf der Hand, dass man nur über objektive Realität streiten kann, aber über subjektive Realitäten zu streiten, ist schlicht unsinnig. Was kann man also tun? Jedenfalls nicht streiten! Das Einzige, was man tun kann ist zu versuchen, die Fakten zu klären. Aber bitte ohne Emotionen! Die haben da nichts zu suchen!

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