Struktur

Ich war es gewohnt zu fragen, wie etwas ist, weil ich die Dinge zu definieren suchte. Doch weiter komme ich, wenn ich mit der Logik Nagarjunas frage, was es nicht ist, denn die Wirklichkeit lässt sich nur beschreiben, nicht definieren. Daraus ergibt sich eine interessante Struktur:

Nichtvergehen und Nichtentstehen
Nichtabbrechen und Nichtandauern
Nichteinheit und Nichtvielheit
Nicht-zur-Erscheinung-Kommen und Nicht-aus-ihr-Verschwinden

Diese Struktur der Wirklichkeit zu verstehen ist letztlich einfach, ich brauchte nur mein bisheriges Weltbild zur Seite legen und zu untersuchen, was für mich wirklich ist. Es beginnt mit diesen vier Begriffen, die alle abzulehnen sind, aber fest in meinem Denken verwurzelt waren.

1. Substantialismus

Nichts hat eine Substanz, alles existiert allein empirisch.

2. Subjektivismus

Keines, (auch nicht Bewusstsein) steht über allem anderen. 

3. Holismus

Es gibt nicht nur eine Identität, es ist alles, vieles und eines gleichermaßen. 

4. Instrumentalismus

Weder existiert ein Subjekt noch ein Objekt.

Fazit: Es gibt keine Wirklichkeit, es gibt nur eine Beschreibung. Was nicht ist, kann ich auch nicht beschreiben. Aber es wäre auch falsch zu denken (was manche tun), es wäre alles Illusion. Beides ist unzutreffend.