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Sein, der ich bin

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Sein, der ich bin

Das Video „Flow“ macht sehr gut deutlich, worauf es mir letztlich ankommt: Nicht mit mir selbst oder einer Sache im Flow zu sein, sondern mit dem Kosmos.

Ich lebe nicht auf oder in der Welt, sondern bekanntlich in einem Raum-Zeit-Kontinuum. Was die Frage aufkommen lässt, ob ich mich in der Zeit wie in einem gewöhnlichen Raum bewegen kann. Oder es vielleicht sogar unbewusst tue. Aber nicht nur das: Ich denke, fühle und entwickle beispielsweise Kreativität, Intelligenz oder Freude.

Bei vielen Tieren kann man das ohne Weiteres sehen, dass sie das Selbe erfahren beziehungsweise tun, bei anderen Tieren oder Pflanzen fällt einem das schon schwerer. Aber wie könnte es da ein Unterschied gebe, wenn doch alles Existierende ein und den selben Ursprung hat?

Im Zustand des Flow kann ich nur sein, wenn ich über Authentizität hinausgehe und im Einklang nicht nur mit dem bin, was ich gerade tue, sondern darüberhinaus im Einklang mit dem Kosmos bin, wenn ich also die Gesetzmäßigkeiten des Kosmos in den Regeln aufgegriffen habe, an die ich mich in meinem Leben halte.

Was natürlich bedeutet, dass alles Existierende den selben Gesetzmäßigkeiten unterliegt. Da taucht sofort der Gedanke auf, warum tue ich dann, was ich tue? Wenn eine Katze Flow erlebt und „ihren“ Sinn erkannt hat, dann brauche ich gar nicht nach dem Sinn des Lebens zu suchen, denn den kann ich überhaupt nicht finden. Aber ich kann ihn zulassen. Wenn Denken und Fühlen wie Freude, Kreativität und Intelligenz in allem ist, dann stellt sich mir vielleicht die Frage, ob all das außerhalb von mir oder in mir ist.

Aber das zu fragen geht genau von der Fragmentierung aus, die es zu überwinden gilt. Krishnamurti hat es mit dem Satz ausgedrückt „You are the World“, Meister Eckhardt sagte dazu „Gott ist in mir und ich bin in Gott“. Das ist, was ich mit dem Gedanken „sein, der ich bin“ auf meine Weise auszudrücken suche. Nur darf ich bei dem Gedanken nicht stehen bleiben, sondern ich muss mich auf ihn einlassen, mich in ihn fallen lassen, genauer, ich muss mich auf das Leben einlassen, wie es ist, ich muss mich in das Leben fallen lassen.