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Sein, der ich bin

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Von der Wirklichkeit zur Realität

Viele sind sich beispielsweise darüber im Klaren, dass unsere Körper keine Realität besitzen. Doch weil dies erst einmal nur eine intellektuelle Überzeugung ist, basiert die absolute Mehrheit unserer Gedanken und Handlungen auf dem Glauben, dass die körperlichen Erscheinungsformen real wären und dass das, was unsere Sinne uns über sie aussagen, auch wirklich ist.

Damit ist der Unterschied zwischen intellektuellem Verstehen und wirklichem Wissen treffend beschrieben. Wir wissen zwar viel, aber oft nur einen Bruchteil des Ganzen. Und dann ist es eben Halbwissen. Doch wie kann ich sein, was ich bin, wenn ich mir meiner selbst, meines Wesens, nicht bewusst bin?

Das zu verstehen ist intellektuell einfach. Doch mit der „Umsetzung“ ist das nicht so einfach. Es ist sogar verdammt schwer. Denn es bedeutet, sich ganz anders zu organisieren, um dadurch das Gehirn entsprechend „umzubauen“. Was ja erfreulicher Weise geht.

Und es geht auch um das emotionale Erleben. Unsere Emotionen folgen ja nicht der Wirklichkeit, so wie sie sich zeigt, sondern unseren Gedanken über die Wirklichkeit, also das, was wir als wirklich wahrnehmen. Und je stärker unsere Emotionen, desto beharrlicher sind unsere Identifikationen.

Dass wir unsere Identifikationen erkannt haben bedeutet ja nicht, dass wir sie damit auch schon los wären. Genau das aber ist Sinn und Zweck der Übung.