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Sein, der ich bin

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Relative und absolute Wirklichkeit

Was ist eigentlich Realität, wenn wir, wie Hubert Benoît in seinem Text „Die hohe Lehre“ schreibt, Darsteller, Regisseur, Bühnenbildner, Drehbuchautor und auch noch Bühne gleichermaßen sind?

Was also ist „meine“ Realität? Die des Darstellers? Oder doch eher die des Autors? Aber ist nicht die des Bühnenbildners wieder eine ganz andere? Und erst recht, wenn ich die Realität aus der Perspektive der Bühne betrachte?

Alles unterschiedliche Perspektiven. Ist wie bei den Blinden, die einen Elefanten mit den Händen ertasten und ganz unterschiedliche Eindrücke haben. Und irgendwie sind das, bezogen auf mein Leben, alles meine möglichen eigenen. Es kommt letztlich alleine auf die Perspektive an, die ich einnehme oder einzunehmen bereit bin.

Aber es ist bekanntlich schwierig, alle gleichzeitig einzunehmen. Es kommt immer auf den Kontext an, in dem man sich gerade bewegt. Das kann einen ganz schön ins Schleudern bringen. Daher ist es hilfreich, immer darauf zu achten, in welchem Kontext man sich „bewegt“ und die passende Perspketive zu nutzen.

Aber man muss sich stets darüber im Klaren sein, dass die anderen Perspektiven in unserem Bewusstsein nur in Hintergrund getreten und nicht wirklich hilfreich sind. Leider sehen wir zumindest zu Beginn die Welt derart fragmentiert, dass wir eben auch unterschiedliche Perspektiven einnehmen, auch wenn die alle das Selbe beschreiben.

Das ist das eigentliche „Problem“, das wir so lange haben, so lange wir die Welt nicht sehen können, wie sie ist.