Mut

Den braucht es, will man den Weg der Bewusstheit gehen. Ein Gedanke, der mir seit ich die letzten Texte geschrieben habe, nicht mehr aus dem Kopf geht. Die Quintessenz der letzten Gedanken ist ja dieses: Der wirkliche Künstler, und das gilt auch für den, der Ch’an ernsthaft praktiziert,

lebt Eigensinn im positiven Sinn,
er ist ein Meister seiner Profession,
er verfolgt seine Sache voller Leidenschaft,
er weiß sich allen Menschen verpflichtet
und er lebt für einen höheren Zweck und Sinn.

Das ist die Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens: Technisches Detailwissen, Perfektion, Leidenschaft, Eigenständigkeit. Und kein Geschwafel, kein konventionelles Dahingerede mehr, nur damit man mit seiner Ansicht niemandem auf die Füße tritt. Nur es gehört ganz offensichtlich Mut dazu, diesen Weg zu gehen, ein Mut, der mir in der Vergangenheit ganz offensichtlich nicht zur Gänze zur Verfügung stand.

Sonst hätte ich mich nicht so oft still verhalten, nichts gesagt, wo es eigentlich angesagt gewesen wäre, etwas zu sagen. Das werde ich ändern.