Miteinander

Schwierig, sehr schwierig. Da sind ratzfatz Grenzen erreicht oder überschritten und verletzt. Wer möchte nicht anderen Menschen, vor allem einem nahestehenden, aus ihren Schwierigkeiten heraushelfen? Wäre schön, wenn das auch möglich wäre. Doch das ist es wohl nicht.

Jeder Mensch lebt in seiner eigenen Welt. Und die hält er für absolut richtig und unantastbar, solange, bis er seine Überzeugungen wirklich aufgibt. Doch das kann dauern. Mit anderen Wirten: man kann niemanden ‚belehren’ oder ‚bekehren‘ – außer er will das selbst ausdrücklich. Sonst ist die Tür zu. Und die bleibt auch zu, bis der andere klopft.

Wir bilden uns ja schnell ein, wir lebten in Gemeinschaft, doch das tun wir nicht. Wir leben nebeneinander her mit einem Schleifchen drumherum, das einem das Gefühl von Gemeinsamkeit gibt: Sex, gemeinsame Interesse, Ehe, die selben Kommentare über bestimmte Leute, über die man lästern kann. Ist nicht nur in der Politik so, dass der Krieg im Außen im Innen Verbündete schafft. Nein, das ist überall so.

Es sei denn, man schafft es gemeinsam, das Feld der Konvention zu verlassen und sich ohne jegliche Konvention zu begegnen. Das bedeutet ohne eine Spur von Selbstschutz. Wird ja eh nur das Ego geschützt, aber das ist den meisten sowas von heilig …

Und das ist das eigentliche „Problem“, nicht das, was die Notwendigkeit für Maßnahmen ausgelöst hat. Gibt es keine Konvention (mehr), lässt sich alles sachlich regeln, wirklich alles.