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Mir fehlen die Worte

Wollte ich mein Leben oder das Universum mit Worten beschreiben, wäre ich zum Scheitern verurteilt. Ich kann es einfach nicht.

Es ist gigantisch, magisch, mystisch. Wie wollte ich das in Worte fassen können?

Und zwar beide sind so, das Universum und auch mein Leben. Nicht weil ich besonders wäre, aber es ist so. Nur muss ich aufpassen, denn das ist wie blankes Eis, man rutscht darauf verdammt leicht aus und fliegt dann auf die Nase; heißt, man wird überheblich, anmaßend und selbstverliebt. Wäre alles nicht gut.

Andererseits, mich auf die sichere Seite zu begeben, wo ich mich dieser Gefahr nicht aussetze, da habe ich auch ein Problem, denn da muss ich vieles ausklammern, was mich ausmacht. Ich kann auch nicht Motorradfahren, ohne mich mit den Risiken des Motorradfahrens auseinander zu setzen. Aber ich werde fahren, solange ich es noch kann.

Also nichts mit der gefahrlosen Seite, wenn auch mit Respekt, Achtsamkeit und Einschätzung meines Könnens; dem Bewusstsein, was ich kann und was ich erst noch lernen muss oder müsste – und was ich nicht (mehr) hinbekomme.

Man muss den Satz ‚No risk, no fun!‘ zum einen richtig verstehen, zum andern ist es kein Freibrief für Leichtsinnigkeit. Jede Leistung, vor allem jede Höchstleistung, bringt dieses Spannungsverhältnis zwischen Erfolg oder Absturz mit sich.

Über Eis geht man eben vorsichtig, doch das Gefühl ist nicht in Geld aufzuwiegen, wenn man es hinbekommen hat. Und so ist es auch mit dem Leben. Vor allem darf man nicht versuchen, es zu beschreiben und in Worte zu fassen, denn da ist das Scheitern vorprogrammiert.

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