Konvention

Wir leben in einer Gesellschaft, in der vieles nicht stimmt.

Dabei halten wir uns ganz offensichtlich an gesellschaftliche Regeln, die wir zwar als stimmig anerkennen, die aber nicht unserer Natur entsprechen.

Es geht dabei nicht nur darum, dass wir als Gesellschaft freundlicher zueinander sein könnten, weniger Kriege miteinander führen und weniger Konflikte austragen und weniger egoistisch sein sollten. Nein, es geht um mehr. Viele haben das Problem scheinbar erkannt, doch wirklich erkannt haben es offensichtlich nur die Wenigsten, sonst würden wir uns ja schon längst anders verhalten.

Ein ‚Problem‘ ist es ja nur so lange, so lange man die Ursache nicht erkannt hat. Und so lange man die nicht erkannt hat, „behandelt“ man nur die Symptome, aber nicht die wirkliche Ursache. Es geht also nicht nur darum, freundlicher, friedfertiger und weniger egoistisch zu sein, sondern um etwas ganz anderes, das genau das auslöst.

Was ist der eigentliche Grund, dass wir sind, wie wir sind? Spreche ich hier von ‚wir‘, meine ich immer uns als Gesellschaft. Verzeihen Sie mir also diese Generalisierung. Sie sind nicht gemeint, aber vielleicht sollten wir uns alle angesprochen fühlen.

Albert Einstein hat das für mein Empfinden sehr gut beschrieben: „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“ Sprechen wir von einem ‚Problem‘, dann bedeutet das, dass wir die Zusammenhänge nicht sehen, die letztlich zu der als problematisch empfundenen Situation geführt haben.

Ich denke, dass sehr viele ‚Probleme‘ darauf beruhen, dass wir nicht über das reden, was das ‚Problem‘ lösen könnte – nämlich über unsere eigenen Denkstrukturen, die wir anwenden, unser ‚Problem‘ lösen zu können. Doch wir müssen uns wohl nicht unmittelbar um unsere Denkstrukturen kümmern, sondern erst einmal, was uns scheinbar darin regelrecht festhält.