Kontrolle ist suboptimal

Definitiv. Will ich bei mir selbst ein bestimmtes Verhalten kontrollieren, dann bedeutet das, dass ich das, was ich „eigentlich“ will, noch nicht als implizites Wissen verinnerlicht habe. Sonst müsste ich mein Verhalten ja nicht zu kontrollieren suchen.

Wir sprechen zwar von „kontrolliertem Tun“, wenn wir etwas sehr bewusst und eben scheinbar kontrolliert tun, doch tatsächlich tun wir es so, wie wir es eben tun, aus ganz anderen Impulsen (?) heraus kontrolliert. Tatsächlich kontrolliertes Handeln lässt sich leicht erkennen, denn es ist relativ langsam und wirkt aufgesetzt und unnatürlich.

„Kontrolliert“ kommen wir niemals in einen Flow-Zustand. Kontrolliert wäre es uns unmöglich, richtig gut zu musizieren oder sonst etwas Herausforderndes zu tun, etwas, das uns ganz fordert. Nur solange wir etwas noch einüben wollen oder müssen, braucht es Kontrolle. Die wirkliche Alternative zur Kontrolle ist wahrzunehmen, was ist und implizit zu wissen, was zu tun ist.

Ein Wahrnehmen, das keine Kontrolle und ein Wissen, das keine Überlegung mehr braucht.