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Keine Zeit!

Dabei ist die Frage, wofür ich mir keine Zeit nehme. Kürzlich las ich in einem Interview den Satz „Es war einfach für uns, nicht genau hinzuschauen. (…) Es blieb nie genug Zeit, um innezuhalten und zu reflektieren.“ gelesen. Wie wahr, wie wahr, kann ich da am Ende meines beruflichen Lebens als Anwalt sagen.

Nimmt man sich keine Zeit für das Richtige, wird man irgendwann einmal unsanft geweckt werden. Jedenfalls ist das meine Erfahrung. Da hilft es nicht sich zu fragen, weshalb man sich nicht früher Zeit für das Wesentliche genommen hat. Was wesentlich für mich ist, das finde ich nur in der Reflexion.

Die Frage ist, ob ich ‚bereit bin für die Ehrlichkeit und Offenheit die Reflexion ausmacht, aber nicht nur mir selbst gegenüber, sondern überhaupt. Nur darf ich dann nicht erwarten, dass mir sofort die Lösung einfällt. Intuition oder biologischer ausgedrückt Selbstorganisation ist erst dann möglich, wenn ich nicht mehr überlege, sondern es im Unbewussten werkeln lasse.

Also wahrnehmen was ist und das wirken lassen, ohne einzugreifen. Nur sehen, was ist. Was oft eine echte Herausforderung ist, will sich doch mein Verstand permanent in die Diskussion einmischen. Ein Dialog ist es so lange nicht, solange der Verstand mit dabei ist. Aber so ist es nun einmal.

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