Immer die Anderen

Manche beklagen sich ja darüber, dass so vieles nur nach marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten organisiert ist, was es aber nicht sein dürfte. Etwa Gesundheitspolitik. Stimmt, das sollte es nicht sein.

Aber ich kann etwas ganz anderes tun. Ich kann zum Beispiel selbst für meine Gesundheit sorgen und nicht zu dem von der Krankenkasse bezahlten Arzt gehen, sondern zu einem TCM-Arzt gehen, der nicht nur das Symptom zu behandeln sucht, sondern die Ursache.

Gut, ich kann mir das leisten. Doch andere können das auch. Und wenn das alle die tun, die das könnten – schwupp di wupp wird sich das Gesundheitssystem anpassen. Es sind nicht immer die anderen, oft sind wir es selbst, die zu bequem sind, das Richtige zu tun.

Dieser große Nahrungsmittelkonzern würde ganz schnell aufhören, Wasser teuer zu verkaufen, das er vorher anderen weggenommen hat (wenn es so ist, ich kenne die Verträge nicht), wenn es keiner mehr kauft. Und niemand würde mehr Rinder durch Europa fahren, wenn alle nur noch da einkaufen, wo das Vieh um die Ecke auf der Weide stand, bevor es geschlachtet wurde.

Wie gesagt, nicht alle können das, aber die, die es können, die können es tun. Und ich wette, das würde auch die Verantwortlichen in den Firmen nachdenklich werden lassen. Ich suche ja immer darauf hinzuweisen, dass es unsinnig ist, „Firmen“ anzuklagen. Die tun nämlich nichts, aber die Menschen, die all das organisieren, die tun was.

Und die gilt es zu erreichen, was ich auch durch mein konkretes Tun erreichen kann. Man braucht ihre Absichten nur mit ihren eigenen Mitteln umzulenken. Nicht bekämpfen, das ist Quatsch, sondern elegant im Stiel des Aikido ihre Energie ins Leere laufen zu lassen. Oder in eine andere Richtung.

Doch dazu muss ich etwas tun, nicht die anderen.