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Gewohnheiten überwinden

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Evolution

Wenn ich mich wirklich ändere, dann geht es um Evolution und um nichts anderes. (Eigene) Evolution ist zum einen eine geistige wie auch eine tatsächliche und erlebbare Bewegung in meinem Beziehungsgefüge. Trenne ich mich von etwas oder auch jemandem, darf ich nicht übersehen, mich wirklich zu trennen. Denn meine Art steckt nicht nur in einer Beziehung, sondern in jeder.

Mich weiterzuentwickeln setzt voraus, dass ich meine Beziehungen nicht nur überdenke, sondern neu gestalte. Und zwar wirklich alle, nicht nur die eine oder die andere. Vielleicht eine Erklärung dafür, warum sich in einer neuen Beziehung so oft die alten Gewohnheiten wieder einstellen und warum Menschen, die anders denken als die Mehrheit, oft recht isoliert leben.

Evolution und alte Gewohnheiten schließen sich gegenseitig aus. Und das umfasst auch Beziehungen, und zwar ausnahmslos alle. Manchmal lässt sich die Vorstufe einer evolutionären Entwicklung in den Sehnsüchten erkennen, doch oft bleibt es bei der Sehnsucht.

Evolution erfasst auch, jedenfalls ist das meine Überzeugung, den Menschen als Ganzes. Ich kann mich weder nur geistig und auch nicht nur körperlich entwickeln. Evolution ergibt sich aus der Notwendigkeit, im eigenen Leben etwas, was auch immer das ist, anders zu organisieren.

Das setzt voraus, dass ich bereit bin, das Bisherige und Gewohnte zu verlassen und mich neu ‚einzurichten‘ in meinem Leben, auch gegen den Mainstream.

Wir haben aktuell eine Krise (Frühjahr 2020), ausgelöst durch einen Virus. Damit bietet sich auch eine Chance, den evolutionären geistigen Schritt, der in der Wissenschaft schon vielfach vollzogen ist, auch ganz pragmatisch umzusetzen.

Evolution ist nicht zwingend ein mehr, sondern oft genau das Gegenteil. Damit sie geschieht, braucht sie nicht nur die Erkenntnis, sondern die Einsicht in die Notwendigkeit. Dass wir reduziert denken, das haben mittlerweile viele Menschen erkannt.

Was noch fehlt, das ist die Einsicht, daraus die Konsequenzen zu ziehen. Und das heißt zu erkennen, dass die Ängste, die uns daran hindern, diesen Schritt zu tun, eben ‚nur‘ Ängste sind - und keine Fakten.

Neben Erkenntnis und Einsicht braucht es auch den Mut, diesen Schritt zu tun. Außer natürlich, ich werde dazu gezwungen.