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Die Haltung im Leben

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Des Rätsels Lösung

Was ich sehe, wahrnehme und erlebe, existiert „so“ überhaupt nicht. Doch was bedeutet das? Die Quantenmechanik beschreibt die Wirklichkeit, wie sie grundlegend organisiert ist, was sich aber der Vorstellungskraft vollkommen entzieht, wohingegen die klassische Physik wie auch meine Gefühle und Empfindungen die Wirklichkeit so beschreiben, wie ich sie wahrnehme und erlebe.

Beide Wirklichkeiten sind tatsächlich Eins. Das lässt sich auf der Ebene der „normalen“ Wirklichkeit, so wie wir sie üblicherweise verstehen, nicht wirklich erklären und erläutern. Doch wenn man sich darauf einlässt und die eigenen Ansichten mal außen vor lässt, dann geht es.

Beide Wirklichkeiten sind gleichermaßen wirklich. Und nicht mal die eine und mal die andere, sondern gleichzeitig. Problematisch wird es nur, wenn ich eine davon negiere. Dann bleibt mir nur entweder der Mystizismus oder die Leugnung alles nicht unmittelbar Erklärbaren als irrelevant.

Entscheidend ist, wo ich mich selbst verortet, in beiden Welten oder nur in einer von ihnen? Eine müßige Frage, denn es ist keine Entscheidung, die ich treffen könnte, denn ich bin in beide Welten! In mir selbst sind beide Welten lebendig. Es ist ein Fahler, zwischen „innen“ und „außen“ zu differenzeiren, denn das Außen erlebe ja auch nur ich selbst.

Vor allem freilebende Tiere haben ganz offensichtlich das internale Bewusstsein für die Prinzipien des Lebens, ein Bewusstsein, das wir Menschen vielfach verloren haben. Wir müssen uns das durch Wissen und die entsprechende Lebenspraxis erst wieder aneignen, um sein zu können, was wir sind. Und darum beschäftige ich mich mit Prinzipien und Lebenskonzepten und suche sie zu praktizieren, wie etwa ichi-go ichi-e (一期一会, Wörtlich „eine Zeit, ein Treffen“). Damit wird ausgedrückt, dass es nur diesen Augenblick gibt, der nie wiederkommt. Ist er durch Belanglosigkeit geprägt, ist er vertan. Die Hunde, die mich in meinem Leben begleitet haben, lebten nie so. Sie haben keinen Moment vertan. Ich muss es lernen.

Jeder Moment hinterlässt Spuren in mir. Doch wenn ich vom Tod her lebe, ist mir die Unwiederbringlichkeit eines jeden Momentes bewusst. Also keine Nachlässigkeit, in keinem Moment. Dieses Prinzip bewahrt mich auch davor, mich von der Banalität verführen zu lassen. Und weil auch mein Denken fraktal aufgebaut ist, ist auch der scheinbar unbedeutendste Gedanke, wirklich jeder, von großer Bedeutung.

Es ist vielfacch unser Wissen, das uns im Weg steht. Es ist Glück und Fluch gleichermaßen. Doch wie behalten wir das Glück und überwinden wir den Fluch? Meine Überzeugung ist, dass der Weg des metaphysischen Realismus der richtige Weg ist.

Doch man darf dabei keiner Theorie eins zu eins folgen, man muss seinen eigenen Weg finden, was nicht heißt, dass man das Rad neu erfinden müsste. Man kann auf Untersuchungen, Schlussfolgerungen und Ansichten aufbauen, natürlich immer unter der Voraussetzung, nichts zu glauben, sondern alles zu verifizieren. Und im Anschluss das eigene Verhalten immer wieder und wieder zu validieren.

Das Bild ist für mich eine stete Erinnerung daran, in jedem Augenblick in Totalität, Stabilität, Gewahrsein und Bewusstheit zu leben.