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Meisterschaft und Lebenskunst

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Erkenntnis

Wie einst die Krieger des Bushido, die die Destruktivität ihres Handwerks erkannten, die darin liegende Verachtung gegenüber der Gesellschaft un der Welt, die Missachtung des Lebendigen, so erkennen das auch heute viele wieder.

Es ist die Lebensfeindlichkeit und Destruktivität, die so oft anzutreffen ist und bestimmt, was in der Gesellschaft und damit letztlich in der Welt geschieht - und beides zu zerstören beginnt.

Und genauso wie damals suchen auch heute viele nach einem Weg aus dem Dilemma, in dem sie sich selbst erleben. Denn sie wollen nicht zerstören, sondern erschaffen, sie wolle nicht hassen, sondern respektieren und achten, was auch sie selbst ausmacht.

Sie wollen Sinn, statt zu tun, was alle tun, Kreativität statt Aktionismus, Evolution statt nur einen Sieg über andere erringen zu wollen. Der Weg steht jedoch nur dem offen, der für sich erkannt hat, dass er kein Gefangener des Systems ist, sondern genauso daran mitwirkt, wie alle anderen auch.

Darin liegen letztlich die Erkenntnis und Einsicht, dass es nicht darum geht, das System annehmbar zu machen, genauso wenig wie es darum gehen kann, es zu ändern, sondern darum, selbst wesentlich und wahrhaftig zu sein.

Die Unzulänglichkeiten und Ungerechtigkeiten, die wir in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft erleben, sind nämlich keine 'Fehler im System', sondern die Folge unzulänglichen Denkens.

Es ist das reduzierte Verständnis von der Welt und damit von uns selbst und der eigenen Existenz, aus dem heraus all diese Unzulänglichkeiten entstehten, die so allgegenwärtig sind.

Beziehung ist das grundlegende Gestaltungselement in der Welt. Und ‚meine‘ Beziehungen kann ich nur gemeinsam mit dem gestalten, mit dem ich in Beziehung bin, niemand kann das für mich tun. Doch wenn ich mein Verhalten ändere, ändert sich auch das Verhalten des Gegenüber.

Das ist meine Überzeugung. Daher interessiert mich vor allem, was ich tue und wie ich denke und beschäfige mich nicht vorrangig mit dem, was andere tun oder denken. Etwas ganz anderes ist es hingegen, wenn ich in einem Dialog miteinader bin.

Das ist dann schlicht perfekt.