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Grenzen überwinden

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Die Kraft der Gedanken

Ich bin kein Tropfen im Meer,
ich bin ein Meer in einem Tropfen.

Ich bin das, was ich in diesem Moment bin. Nichts sonst. In den folgenden Gedanken von Marianne Williamson, die oft fälschlicherweise Nelson Mandela zugeordnet werden (wahrscheinlich, weil sie total zu ihm gepasst hätten) zeigt sich unser ganzes Dilemma:

Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, die uns am meisten Angst macht. Wir fragen uns, wer bin ich, mich brillant, großartig, talentiert, phantastisch zu nennen? Aber wer bist Du, Dich nicht so zu nennen?

Sieht man das in Relation zu dem Gedanken, dass wir gleichermaßen Eins wie Alles sind, dann sehen wir auch die Verantwortung, die in diesen Gedanken liegt, eine Verantwortung, vor der wir uns oft gerne verstecken würden; die wir aber erkennen und wahrzunehmen haben, wollen wir uns selbst gerecht werden. Freiheit und Verantwortung gibt es nun einmal nur im Doppelpack, es sind siamesische Zwillinge.

Warum aber lebe ich, wie ich lebe? Wieso bin ich, wie ich bin? Kann ich etwas ändern oder nicht? Man darf solche Fragen nicht mit „Schicksal“, dem „Willen Gottes“ und der „Herkunft“ beantworten beziehungsweise abtun. Was wir sehen hängt davon ab, worauf wir zu achten gelernt haben. Und weil die Trennwand zwischen einem Urteil und einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung hauchdünn ist, macht es Sinn, alles zu durchleuchten und genau zu untersuchen.

Wer hat festgelegt, dass etwas so und nicht anders ist? Wer hat bewiesen, dass mit dem Alter zwangsläufig Sehvermögen und Kurzzeitgedächtnis nachlassen? Ist körperlicher Verfall womöglich – zum Teil – eine sich selbst erfüllende Prophezeiung?

Das sind die Fragen, mit denen ich mich meinem Denken nähern will.

Es gibt keine Vergangenheit,
noch gibt es eine Zukunft,
all das existiert nur in meiner Vorstellung.

Wenn ich das Angemessene
und Stimmige tue,
habe ich getan
was ich tun kann.

Doch dazu muss ich bereit sein,
meine Vorstellung eines „ich“
als das zu erkennen, was es ist:

Eine Illusion, ein Trugbild, eine Täuschung.

Dann werde ich wie ein Phönix als der wiedergeboren, der ich bin.