Neuprogrammierung

Wie kann ich mein Gehirn dazu bringen, nicht konditioniert zu denken? Wie lassen sich die vorhandenen Konditionierungen auflösen? Ganz einfach, indem ich etwas mache, was ich bisher noch nicht getan habe und mich selbst, also mein Gehirn, dabei ganz genau betrachte und wahrnehme, was so in mir vorgeht und das nicht einfach als selbstverständlich akzeptiere, sondern genau untersuche. Eben meditiere! Denn genau das bedeutet Meditation: Messen.

Man muss kein Experte sein und alle Theorien, Konzepte oder Modelle über die Funktionsweise des Gehirns kennen. Es ist egal, in welchem Bereich des Gehirns sich was abspielt, entscheidend ist, dass ich es überhaupt konzentriert und meditativ wahrnehme. Mein Gehirn ist ja nichts anderes als so eine Art Computer. Und wie mein PC kann das sehr, sehr viel, wobei es darauf ankommt, welche Programme und Daten ich übernommen und darin gespeichert habe.

Leider hat mir als Kind niemand beigebracht, wie man dieses Teil wirklich sinnvoll nutzen kann. So wie ich mir auf meinem PC eine Menge Schrott und auch destruktive Programme einhandeln kann, kann ich das auch mit meinem Gehirn. Wobei ich beim PC früher wesentlich mehr darauf geachtet habe als bei meinem Gehirn. Aber irgendwann erkannte ich, dass ich darin sehr gut war. Und begann schleunigst damit aufzuhören. Dabei geht es nicht darum, das Gehirn mit dem Gehirn umzuprogrammieren, das wäre wirklich fatal, sondern mir einfach vollkommen bewusst zu sein, was da passiert, was ich und vor allem wie ich denke. Dieser Prozess des Bewusstwerdens und des meditativen Messens genügt vollkommen, damit sich etwas ändert. Das muss nicht mein Gehirn tun, sondern das erledigt der Geist, ohne dass ich mich einmischen müsste. Und der ist ja erfreulicherweise nicht in mir, sondern universell.

Es geht allein darum, mein Gehirn dem kosmischen Geist zur Verfügung zu stellen. Das aber geht nur, wenn es frei ist von Konditionierungen und all diesen begrenzenden und vor allem trennenden gedanklichen Konstruktionen, wobei ich Polarität keinesfalls mit Trennung gleichsetzen darf. Unsere Gehirne sind miteinander verbunden, weil alles Eins ist, zwar in sich differenziert, aber verbunden. Doch jede Konditionierung ist wie eine Sperre, die die Beziehung untereinander und zur Welt be- und oft auch verhindert, denn Konditionierungen limitieren die Verbindung mit dem Geist, der uns allen zur Verfügung steht.