Worum es geht

Es ist eine sehr grundsätzliche Frage, ob die Dinge beziehungsweise Themen, die ich für mich geistig realisieren will, die ich also leben und letztlich sein will, egal ob ich dazu Wissen, Meditation, Kontemplation oder Philosophie brauche, ob also all dies ein konkretes, tatsächliches Tun braucht, das über das reine Denken und Nachdenken hinausgeht.

Ich bin der Ansicht, dass es das definitiv braucht, soll es nicht nur bei einem Gedankenspiel bleiben, einem geistigem Sturm im Wasserglas. Ein Gedanke verpufft, egal wo er seinen Ursprung hat, wenn er nicht in ein konkretes Tun führt, wenn er also in meinem Leben nicht sichtbar wird.

Doch dazu brauche ich nicht den anderen analysieren, es genügt, wenn ich mich selbst und mein Tun einmal genau hinterfrage und untersuche, was dem zugrunde liegt. Ich lebe – erst einmal – in einer festen Burg, gemauert aus dem, was ich als selbstverständlich ansehe, wovon ich überzeugt bin, was ich glaube, dass es wirklich ist.

Doch wenn ich etwas untersuche, brauche ich ein Maß, mit dem ich in die Lage komme, zu messen. Dieses Maß leitet sich von etwas ab, was ich klar definieren kann. Wenn ich einen Meter definiert habe, kann ich ein Maß erstellen und damit alles messen, was mir unter die Finger kommt.

Mich selbst, meine Psyche zu vermessen, ist da schon einen Deut schwieriger. Da muss ich zum einen mit der Tatsache klarkommen, dass ich mich ja selbst nicht sehen kann. Zum anderen muss ich sehen, dass ich zwar ein Aspekt des Kosmos bin, aber keine Ahnung habe, was den Kosmos ausmacht. Also kann ich letztlich auch nicht wissen, was mich selbst ausmacht.

Doch das ist kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken und zu verzweifeln, denn ich kann aus der Betrachtung der Natur Rückschlüsse auf die grundsätzlichen Axiome des Lebens schließen – und damit auch auf die Axiome, die meiner eigenen Existenz zugrunde liegen.

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