Entzauberung

So beschrieb Max Weber die Moderne, eine Zeit der „Entzauberung“. Dabei handelt es sich jedoch weniger um eine präzise theoretische Diagnose als um ein schwer fassbares Verlustgefühl. Eine „Feststellung“, die ich gerade auf der Seite von Philosophie Magazin gefunden habe.

Logisch, dass ich mir gleich das Heft „Der Herr der Ringe gekauft habe. Worum geht es darin? Um nichts anderes, als dass in der Erzählung „Der Herr Der Ringe“ es um die Geschichte dieser Melancholie geht.

Sciencefiction haben mich schon immer begeistert. Oder so schräge Filme wie „Einer flog über das Kuckucksnest“, letztlich nichts anderes als eine perfekte Beschreibung unserer gesellschaftlichen Wirklichkeit. Nur wirklich begriffen habe ich das erst wesentlich später.

Dass ich selbst verzaubert war merkte ich jedoch erst, als ich meine Wirklichkeit und letztlich mich selbst zu „entzaubern“ begann. Ich musste mich also wie Münchhausen am eigenen Schopf packen, um mich aus dem Sumpf der Konvention ziehen zu können.

Es war die Konvention, die mich daran gehindert hat, zu sehen, nicht was wirklich ist, sondern wie ich oder auch was ich wirklich bin. Das konnte ich jedoch erst, als ich mich selbst besser zu verstehen begann.

Es geht, jedenfalls ist das meine Erfahrung, nicht um die Entzauberung der Gesellschaft, sondern von sich selbst. Solange ich noch in einer Illusion über mich selbst lebe, bin ich nicht in der Lage zu sehen, was wirklich ist – und auch nicht, was zu tun ist.