Entwicklung

Wenn im Leben etwas anders sein müsste oder sollte, suchen die Menschen nach Konzepten, Strategien und Modellen. Sie wollen wissen, was zu tun »richtig« wäre und warten auf so etwas wie auf eine Gebrauchsanleitung für »das« Richtige.

Doch die kann es nicht geben, einfach deshalb, weil das Leben kein Bausatzkasten ist mit Teilen, die man nur richtig anordnen muss, damit sie perfekt funktionieren. Die Welt sieht zwar so aus, doch tatsächlich sind die Dinge, die wir sehen, keine Dinge, sondern Phänomene, Ereignisse.

Darum »funktioniert« Logik zwar auf Grund der Bedingtheit allen Seins als Blick in die Vergangenheit, aber nicht als Blick in die Zukunft – kein „wenn dann“, sondern nur „man sehen, was daraus wird“. Durch logische Überlegungen lassen sich Zusammenhänge und Ursachen-Wirkungs-Abläufe genauso wie Gesetzmäßigkeiten darstellen, aber eben keine Entwicklungen aufzeigen.

Wie aber ist dann Entwicklung möglich? Dazu muss man sich bewusst machen, dass die Welt allein durch Bewusstwerden entsteht. (Schön doppeldeutig, nicht?) Der Schlüssel zu Entwicklungen ist daher Bewusstheit (bewusstes Bewusstsein) und sonst nichts. Je bewusster ein Mensch ist, ob in Bezug auf die eigene Person oder die Gesetzmäßigkeiten des Kosmos, desto wirksamer wird sein Denken und Handeln.

Und da steckt das Problem drin: Die Menschen denken, sie seien bewusst, doch sie sind es nicht. Sie wissen von sich ungefähr so viel, wie wir von der Erde wissen. Es ist nichts als Oberflächenwissen. Das Wesentliche aber ist unbekannt.