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Die Suche nach Wahrheit

Mein ganzes Leben lang bin ich auf der Suche nach Wahrheit. Als Kind, als ich alles hinterfragte, als Jugendlicher noch mehr, erst recht als Physikstudent, dann wieder als Anwalt und jetzt als Rentner.

Ob ich mit den fundamentalen Fragen der Quantenphysik beschäftige, mit Philosophie, mit Zen oder mit Mystik, das macht keinen wirklichen Unterschied.

Es sind nur verschiedene Zugänge, verschiedene Perspektiven. Aber sie betreffen das absolut Gleiche: Die Wirklichkeit.

Das (scheinbare) Problem war nur, wie konnten die Gesetzmäßigkeiten, mit denen mein Computer, meine CD-Anlage oder mein Navigationsgerät so total anders sein als (scheinbar) das alltägliche Leben?

Es hat eine Weile gedauert, aber irgendwann begriff ich, das da kein Widerspruch war, überhaupt keiner. In meinem ‚normalen‘ Wirklichkeitsverständnis war ganz einfach ein gewaltiger Denkfehler.

Ich ging bisher davon aus, dass ich einen objektiven Standpunkt einnehmen könnte. Doch mittlerweile habe ich erkannt, dass das überhaupt nicht geht.

Eine ‚objektive‘ Betrachtung der Dinge gibt es einfach nicht.

Was erst einmal wie ein Nebelwerfer wirkte. Doch schnell kam dann eine kristallklare Klarheit heraus.

Wie sagt man doch? Es fiel mir wie Schuppen von den Augen. Ich begann endlich die Dinge zu sehen, wie sie wirklich sind.

Und genau das wollte ich. Nur musste ich nicht suchen, ich musste einfach nur sehen, wie es ist. Das aber ist eine echte Herausforderung.

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