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Leben gestalten

Ich lebe, wie ich denke, denn entsprechend organisiere ich mich. Etwas intellektuell erkannt zu haben, lässt mich noch lange nicht wirklich anders denken. Leider.

Anders zu denken heißt, mich anders zu organisieren – gerade im Außen! Da ist für mich direkt erfahr- und erkennbar, was tatsächlich in mir vorgeht. Ich kann zwar wissen, was ich empfinde, doch nicht ohne weiteres, was ich dachte, dass ich gerade so empfand und nicht anders.

Alles was ich differenziert wahrnehme, ist wie die Gischt des Meeres, von ihm nicht getrennt, sondern nur differenziert. Was wahrnehmbar ist, hat seine eigene Realität und nicht nur seine eigene Wirklichkeit.

Verbunden bin ich nicht in der Realität, sondern in den grundlegenden Prinzipien, nach der ich die Realität gestalte. Das ist das undifferenzierte Eine, das Meer, nichts, was ich sehen oder wahrnehmen könnte, ich kann mir dessen nur in meinem Denken bewusst sein.

Meine Realität ist weder statisch noch vorgegeben. Sie ist im Augenblick genau so, wie sie ist, doch sie gestaltet sich entsprechend dem, wie ich das Augenblickliche interpretiere und wie ich dem gedanklich begegne. Was ich erlebe ist das, was ist, doch welche Schlüsse ich daraus ziehe, das liegt an mir, eben an dem, wie ich denke. Das und nichts anderes gestaltet meine Realität. Doch ich darf nie übersehen, dass meine Realität immer auch im Fluss ist, also jederzeit änderbar.

Wenn ich mir meiner selbst bewusst bin, schaffe ich in meinem Leben die Voraussetzung dafür, um im Einklang mit dem Kosmos und allem leben zu können, was mir begegnet. Nur durch Sammlung und Konzentration kann ich die notwendige geistige Klarheit bewahren, frei von Ablenkung und Selbstbezogenheit.

Genau so will ich leben! Nichts als eine Bewegung im Geist.