Das Dilemma

Wenn das eigene Weltbild Kopf steht, was tut man dann? Aussitzen?

Wie die gesellschaftliche Wirklichkeit aussieht, das hat H. G. Wells in seinem Buch „Das Land der Blinden“ perfekt, wenn auch sehr drastisch beschrieben. Der Protagonist Nunez erkennt, dass die Menschen keine Augen haben, doch die denken, dass tatsächlich er ein Problem hat, nämlich Augen.

Dummerweise verliebt er sich in Medina-saroté und steht vor der Wahl: Entweder, er lässt sich die Augen ausstechen, damit er nicht mehr „verrückt“ ist, werden doch seine Augen, also seine Fähigkeit zu sehen, was ist, als Grund für seine Verrücktheit angesehen. Oder er verlässt das Land.

Genau so ergeht es denjenigen, die sich mit den Gedanken der Quantenmechanik beschäftigen. Geben Sie einmal in die Suchmaschine „Verrückte Quantenwelt“ ein – Sie bekommen jede Menge Treffer.

Wie kann es sein, dass etwas, was tatsächlich so ist – und auch technisch genutzt wird! – als „verrückt“ und eben nicht als selbstverständlich angesehen wird, als etwas, von dem auszugehen ist, will man die Welt – und sich selbst – verstehen?

Das ist so, als hätte jemand ein gedankliches Problem und da kommt ein anderer und sagt: „Auch, kenn ich, kann ich Ihnen erklären!“ Doch dann kommt als Antwort: „Nein, das kann es nicht sein, zu verrückt, es muss was anderes sein.

Die Frage ist: Wann sind wir endlich bereit, uns mit unseren eigenen Erkenntnisse zu beschäftigen?