Springe zum Inhalt →

Bewusstheit

Es besteht ein gewaltiger Unterschied zwischen ‚bewusster Absicht‘ und ‚bewusst sein‘.

Und auch ‚mir meiner selbst bewusst sein‘ ist etwas anderes als einfach ‚nur‘ bewusst zu sein, auch wenn es ganz ähnlich klingt.

Ich kann zwar Dinge bewusst planen, also mir etwas bewusst vornehmen, doch das heißt noch lange nicht, dass ich es dann auch tun werde.

Ich kann zwar bewusst etwas planen, doch bewusst im Sinne von es dann auch willentlich tun, das kann ich nicht. Absolut nicht.

Sobald ich willentlich etwas im Moment des Tuns tun will, gelingt es nicht. Jeder, der schon einmal etwas gelernt hat, laufen beispielsweise, kennt das.

Man kann es erst dann, wenn man sich der Lage seines Körpers bewusst ist, es aber nicht mehr bewusst tun will.

Sobald ich einen einzigen Gedanken an das verschwende, was ich im Moment tue, unterbreche ich mein Tun und bin mit nachdenken beschäftigt.

Nur beides gleichzeitig geht nicht. Durch das Nachdenken ist meine Aufmerksamkeit und Bewusstheit unterbrochen, obwohl die ja nur auf das Tun gerichtet sein sollte und auch müsste, wenn es etwas werden soll.

Genau das hat Huang Po mit diesem Gedanken gemeint: ‚Wenn ihr versucht, die Umwelt auszuschalten, bevor ihr das begriffliche Denken aufgegeben habt, werdet ihr keinen Erfolg haben; ihr werdet vielmehr ihre Macht stärken euch abzulenken.’

Begriffliches (Nach-)Denken ist absolut nicht das Problem, aber im falschen Zeitpunkt sehr wohl.

Veröffentlicht in Blog