Begegnungen

Begegne ich immer nur mir selbst? Ein Gedanke, der mir bei dem Film „Ich bin dein Mensch“ durch den Kopf ging. Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr denke ich, dass es so ist.

Was auch immer der andere tut, erleben kann ich immer nur mich selbst. Was mit eine Menge über mich erzählt, vorausgesetzt, ich bin bereit, mir zuzuhören.

Ich weiß ja, dass die Welt in meinem Kopf entsteht. Also ist es absolut logisch, dass ich nur mich selbst erleben kann. Eigentlich kann ich dankbar für jeden sein, der mich auflaufen lässt. Eine ideale Gelegenheit, mich zu beobachten.

Eine dialogische Einladung par excellence. Nie komme ich direkter in einen Dialog mit mir selbst. Wenn ich dazu bereit bin. Interessant ist, dass das absolut etwas mit geistiger Propriozeption zu tun hat.

Bin ich mir nämlich der Tatsache bewusst, dass ich mir immer nur mir selbst begegne, egal was um mich herum passiert, kann ich mit Sicherheit situationsgerechter reagieren. Was auch immer passiert, meine Handlung ist dadurch nicht festgelegt.

Körperlichen Zwang erlebe ich nicht. Daher habe ich immer die Freiheit der Wahl meiner Reaktion. Zumindest fast immer. Das sollte ich wohl nutzen, will ich mich zum Affen meiner Emotionen machen.