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Ausrichtung

Die inneren, mir in der Regel nicht bewussten Sperren, die mich hindern zu tun, was ich ‚eigentlich‘ tun möchte, kann ich auch nicht bewusst auflösen. Doch was ich kann, das ist mein Leben bewusst so gestalten, dass ich mich automatisch auf das ausrichte, wo ich hin will.

Ein Beispiel: Beim Motorradfahren fahre ich dorthin, wo ich hinschaue. Das ‚Hinschauen‘ habe ich nicht unter Kontrolle, aber ich kann es einüben. Entscheidend ist also, worauf ich mich ausrichte. Wie gesagt, das läuft unbewusst ab, aber ich kann es einüben. ‚Wir sollten nicht über uns ergehen lassen, sondern unser Leben ganz bewusst gestalten.‘ Ein Satz, den ich kürzlich geschrieben habe. Und exakt so ist es auch.

Die Ausrichtung ist das Thema, das dem Ganzen seinen letzten Schliff gibt. Wir wissen ja, dass wir auf den Inhalt unseres Tuns keinen Einfluss haben, auch wenn wir das immer wieder glauben und hinterher oft gerne hätten. Nur die Form können wir leider nicht spontan und im ‚Ernstfall‘ anpassen, wir können aber eine spezifische Form einüben.

Ich beispielsweise rege mich leider immer noch auf, wenn man mir die Möglichkeit nimmt, etwas zu erwidern und mich sozusagen im Regen stehen lässt. Heute habe ich beschlossen, dass das anders wird. In der Regel muss ich gar nicht wissen, weshalb ich mich so verhalte, sondern ich brauche mich nur zu entscheiden, wie ich sein will – ohne anders. Nur, wie ich sein will.

Damit daraus keine Reise ohne Plan wird, also ohne dass ich überhaupt vorwärts komme, brauche ich schon ein konkretes Ziel. Aber keine inhaltlichen Ziele! So, wie ich mich morgens bewusst anziehe, sozusagen meine ‚Robe‘ anlege, genauso ziehe ich mit auch meine Verhaltens-Robe an. Doch wie bei einer Kleidung-Robe muss ich vorher festlegen, wie die aussehen soll.

Das will genau überlegt sein. Dann muss ich es konsequent einüben.