Ausrichtung

Welche Bedeutung hat der Beobachter, der angeblich nur das sieht, was er eben sehen will?So sieht es jedenfalls die Quantenphysik: Er sieht nur, worauf er seine Aufmerksamkeit richtet. Nur, wer oder was richtet da seine Aufmerksamkeit auf etwas? Was ist überhaupt dieses ‚Ich‘, das aufmerksam ist?

Wenn ich das ‚Ich‘ zwar erfahre, aber nur die reine Erfahrung ohne ursächlichen Grund, dann gibt es dieses ‚Ich’ nur in meiner Vorstellung, sozusagen ein Modell meiner selbst, aber nicht ‚ich‘ selbst.

So, wie ich die Landkarte nicht mit der Landschaft verwechseln darf, darf ich auch nicht denken, dass ‚ich‘ das ‚Ich‘ wäre, das ‚ich‘ immer zu sein glaubte.

Das ist das Eine, das Spannende ist, worauf ich meine Aufmerksamkeit richte, entsteht doch so ‚meine‘ Wirklichkeit. Aber leider nur meine, nicht „die“ Wirklichkeit an sich.

Da kommt leicht ein Knoten in’s Gehirn. Denn wie kann es ‚meine‘ geben, wenn es kein ‚ich‘ gibt? Das will erst einmal gedacht sein.