Selbstverständnis

Solange ich mich selbst nicht verstehe, weiß ich nicht, ob ich mir nicht selbst auf den Leim gehe. Ich weiß ja erst einmal nicht, was mich sein lässt, was und wie ich bin. Also setze ich mich auf den roten Stuhl und hinterfrage mich selbst.

Ich bin – mehr als ich früher zu glauben bereit war – vielfach von den Menschen um mich herum beeinflusst, angefangen bei den Eltern, dem sozialen Umfeld, später auch von den Menschen, die mich – weshalb auch immer – positiv wie negativ beeindruckt haben.

Wo komme ich her?

Die erste Frage, der ich mich ernsthaft stellen muss, ist, wo ich herkomme, wer meine Eltern und meine Vorfahren waren und was sie und damit letztlich auch mich geprägt hat. Und das nicht nur, wenn man wie ich ein zwar spätes, aber eben ein Kriegskind ist.

Das fordert mich ultimativ auf, mir keine narrative Geschichte auszudenken, sondern mich nur auf Fakten zu beziehen, um zu erkennen, was war und was ist.

Den Zwiespalt überwinden

Die Sehnsucht nach einer glücklichen Kindheit offenbart sich schnell als eine Illusion. Das musste ich erst einmal erkennen.

Es ist der Schritt von dieser Illusion zu dem Glück, erwachsen zu sein. Was natürlich voraussetzt, dass ich nicht mehr der Vergangenheit und den eigenen Gefühlen an- und nachhänge.

Wie es wirklich ist

Wie es wirklich ist, ist eine wichtige, leider oft unzutreffend beantwortete Frage. Und das geht über die Familiengeschichte weit hinaus; verlässt sie aber nicht, sondern transzendiert sie.

Die moderne Wissenschaft hat ganz klar unter Beweis gestellt, dass die Wirklichkeit nicht das ist, was ich bisher darunter verstanden habe,

Also gilt es zu erkennen, wie es wirklich ist. Klingt ganz schön spooky, denken doch alle, sie lebten in der Wirklichkeit, wie sie wirklich ist. Auch ich. Nur war das nicht so.

… zurück in die Zukunft

Sciencefictionfilme sind ein Spiegel unserer Zukunftserwartungen. Die einen zeigen, wie „Fahrenheit 451“ „Brave New World“ oder „Clockwork Orange“, dystopische Filme, in denen sich vielfach das Denken der 68 wie der Nachkriegszeit widerspiegelt.

Die andere Art von Sciencefiction sind Geschichten, wie sie in „Matrix“ oder „Krieg der Sterne“ erzählt werden; Geschichten, die den Kampf zwischen Gut und Böse, zwischen Richtig und Falsch beschreiben.

Dieser Kampf zwischen Gut und Böse ist auch in mir. Und auch ich hoffe, dass es gut enden wird.