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Weg des Geistes

Kompliziert oder komplex?

Das ist eine Frage der Perspektive und des eigenen Verständnisses von der Welt, den Menschen und sich selbst. Betrachtet man die Dinge aus einer mechanischen Perspektive, dann wird Argument um Argument dargelegt und aneinander gereiht wie Perlen auf eine Schnur aufgezogen werden.

Bei Perlen ist es meist recht einfach, den Überblick zu behalten, bei Argumenten ist es nicht so einfach. Ist der Redner am Ende seiner Argumentationskette angekommen, weiß man meist nicht mehr, womit er eigentlich anfing. Man hat den roten Faden verloren und versteht meist nichts mehr.

Sieht man die Dinge aber als komplex an, als einen einzigen Prozess, dann fängt man mit etwas sehr Einfachem an, nämlich mit dem ersten Fraktal. Es ist wie bei einem Baum. Es ist ein Fraktal, nur immer wieder und wieder wiederholt. Oder wie bei einem Gebirge. Das gleiche Prinzip.

Sieht man die Komplexität der Dinge, werden diese meist sehr, sehr einfach. Man muss nur das erste Fraktal wie die Prinzipien suchen, nach denen sich alles aufbaut. Aber es kosten viele regelrecht Überwindung, so zu denken. Eric Berne hat in und mit seiner Skript-Theorie gut beschrieben, warum das so ist.

Ein kleines Kind regiert auf den Einfluss wichtiger Personen mit Entscheidungen über sich, die anderen und die Welt. Diese bestimmen von da an wie eine Art Drehbuch (= Skript) die Dramaturgie des eigenen Lebens mit und prägen ganz wesentlich das eigene Selbstverständnis.

Das Gute an diesen Skripts ist, dass, sind sie einem einmal bewusst, sie auch geändern werden können.