Peter D. Zettel
Ich. Mein größtes Rätsel.

Selbsterkenntnis

Das Schwierige und scheinbar Paradoxe ist, dass ich mich selbst erst dann wirklich erkennen kann, wenn ich mir über das Menschsein klar geworden bin.

Im Grunde geht es überhaupt nicht um ‚Selbsterkenntnis‘. Ich muss ‚mich‘ überhaupt nicht erkennen, sondern ich muss das Leben erkennen. Nichts sonst. Denn ich bin nichts anderes als ein Aspekt der Menschheit, des Lebens und des Universums.

Solange ich jedoch dieses ‚Ich‘ zu ergründen suche, so lange drehe ich mich immer weiter im Kreis. Ich muss aufhören, mich wie der Mann zu verhalten, der um eine Lampe herumkriecht und seine Schlüssel sucht. Auf die Frage, ob er sie denn hier überhaupt verloren habe, antwortet er ‚Nein, aber hier ist es hell!‘

Mich selbst zu erkennen heißt nicht mich zu erkennen, sondern mich als Mensch zu erkennen.