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Wie ich es sehe

P.S.

Ein Nachtrag zum Schluss. Was wir gerade in der Welt erleben, ist nichts anderes, als ein Übergang auf eine weitere, höhere Ebene des Bewusstseins, ausgelöst durch ein grundsätzlicheres Verständnis von der Welt. Daran ist nichts Magisches oder Mystisches, sonder es ist ein vollkommen normaler Vorgang in der Evolution.

Lebensabschnitte

Nur betrifft das dummerweise gerade uns selbst. Wir kennen solche Übergänge aus dem eigenen Leben, wenn wir eine Schwelle vom bereits Bekannten ins Ungewisse überschreiten. Ob in der Pubertät, dem Einstieg in das Berufsleben, die Gründung einer Familie, der Beginn des letzten Lebensabschnitts - solchen Passagen sehen wir oft gespannt oder auch ängstlich entgegen, weil wir nicht wissen, wie wir sie meistern werden und was das für uns bedeuten wird.

Es sind Lebensphasen, in denen wir verunsichert sind und uns instabil fühlen, aber zuweilen auch ungeahnte Kräfte entwickeln, einfach deshalb, weil in diesen Zeiten immer wieder unser ganzes Potential aktiviert wird, weil wir uns eben auf Neues einlassen müssen.

Konstruktiver Umgang

Es sind definitiv sehr kreative Phasen. Doch es sind auch Phasen der Verunsicherung, des „Sich-nicht-Auskennens“. Und da hilft es, wenn man Freunde um sich hat, mit denen man reden kann, oder Ältere, die das schon einmal durchgemacht haben. Statt dass man sich der Angst hingibt, den Kopf einzieht oder wild um sich schlägt. Kennt man ja von Pubertierenden … .

Bisher glaubte ich immer, dass man den Menschen die Angst und Verunsicherung vor diesen Umbrüchen nehmen kann, denn ich weiß aus eigener Erfahrung, dass nichts Dramatisches passiert, sondern man schreitet einfach nur voran. Aber das ist wohl eine Illusion. Heute denke ich, dass man für die Menschen nur da sein kann, ihnen dabei aber nicht helfen kann, sondern einfach nur als Gesprächspartner zur Verfügung steht.

Da ist es wichtig, nicht erziehen oder beraten zu wollen, genauso wenig wie sich an einen Guru zu hängen, sondern nur nach den richtigen Informationen Ausschau zu halten. Und idealerweise findet man dann Menschen, mit denen man diese Gedanken im Dialog weiter klären kann.