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Wie ich es sehe

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Wie ich die Welt (und damit mich) sehe

Die positive Perspektive

Der Mensch ist kein Tropfen im Ozean,
nein, er ist der Ozean in einem einzigen Tropfen.

Die negative Perspektive

Die Menschen schlafen solange sie leben.
Erst in ihrer Todesstunde erwachen sie.

Aus 1001 Nacht, 15.Nacht

Die sich damit stellende Aufgabe

Nur wenn ich das für mich Unmögliche anstrebe,
kann ich das mir Mögliche erreichen.

Mein Ziel ist es, immer im Dialog zu sein. Denn nur im Dialog kann ich das fragmentierte Denken überwinden. In der abendländischen Welt tun wir üblicherweise so, als ob das Ich einer Welt gegenübersteht, die ich als Objekt betrachten könnte. Doch die Welt, die ich wahrnehmen kann, existiert nur in meinem eigenen und vor allem subjektiven Denken.

Wenn sich zwei subjektive Positionen begegnen, können sie sich aus genau diesem Grund nur in einem wirklichen Dialog begegnen. Dann lässt sich aus der Spannung, die so entsteht, das eigentlich Sinnvolle des Lebens generieren.

In der Welt des Zen wie auch in der Welt vieler Quantenphysiker, versucht sich das Ich aus genau diesem Grund aufzulösen und in die Welt einzugehen, um so Subjektivität und Objektivität in der Interdependenz zu transzendieren. Leider denken manche, wenn man nur eine Ideologie hat, dann kennt man auch die Lösung. Das trifft jedoch nur auf rein mechanische Prozesse zu. Also nicht auf das Lebendige. Darum gilt:

Ich kann lebendige Prozesse nie definieren, ich kann nie wissen, was die Wahrheit ist. Ich kann immer nur die Spannung zwischen zwei Positionen sehen, doch dazu muss ich zum Dialog bereit sein. Und diese Spannung muss ich aushalten, denn genau das brauche ich, um mich weiterzuentwickeln. Eine Synthese braucht ich gar nicht erst zu versuchen. Die Spannung ist es, die mich voranbringt.

Es geht also darum, auch scheinbar Unvereinbares zusammen zu denken. Das ist keineswegs ein Verzicht auf Konsens, doch ein Konsens darf sich immer nur auf grundsätzliche Prinzipien beziehen, außer natürlich, es geht um profane Dinge. Mehr nicht. Aber das ist nicht alles. Denn Wirklichkeit ist nichts Existierendes, sondern das, das wir mit jedem Gedanken kreieren. Selbst und mit allen Lebewesen zusammen.

Weltbilder bedingen immer wieder die paradoxe Situation, dass man sie nur intuitiv erfassen kann, doch das heißt nicht, dass es nicht auch sehr viel Wissen gibt, das man philosophisch in sein Weltbild „einbauen“ kann und auch muss, wenn man nicht ins Mystizistische abgleiten will.

Weltbilder gibt es nicht wirklich, es sind nur Beschreibungen der Wirklichkeit aus den unterschiedlichsten Perspektiven, so, wie sie eben jeder für sich wahrnimmt; um sie dann in ein philosophisches Konzept zu packen, mal mehr, mal weniger bewusst, aber immer, um sich in der Welt zu orientieren.

Doch am Ende muss man darüber hinausgehen.